Der altdeutsche Mops

Der Mops stammt ursprünglich aus dem chinesischen Kaiserreich und diente dem Kaiser als Tempelwächter, auch durfte nur dieser ihn besitzen und anfassen. Das war vor mehr als 2000 Jahren. Dieser kleine Kaiserhund zählte trotz seiner geringen Größe zu den Molossern (dieser Größenwahnsinn liegt bis heute in seinen Genen).

Im 16. Jahrhundert kam er in die Niederlande und wurde ab dem 19. Jahrhundert immer gedrungener, kurzköpfiger und somit auch leider kranker gezüchtet, nachdem er ab 1918 als Modehund einen neuen Aufschwung erlebte. 1927 wird in Brehms Tierleben noch die ursprüngliche Kopfform beschrieben.

Nach und nach entwickelten sich zuchtbedingte Erkrankungen, wie

  • Keilwirbel (Forschungsprojekt Keilwirbel TIHO-Hannover )
  • Dermatomykosen (Hautpilz) der Nasenfalte
  • Patellaluxation („herausspringende“ Kniescheibe)
  • Corneadefekte Verletzungen (der Hornhaut) der Augen durch Reizungen mit Haaren der dicken Nasenfalte auf dem Auge und unzureichenden Lidschluß der hervorstehenden Augen
  • das Brachyzephale Syndrom mit stark eingeschränkter Atmung durch Stenosen (Verengung) der zu schmalen, fast strichförmigen Nasenlöcher, zusammengedrückte und die Nasengänge verengende Nasenmuscheln, zu langes Gaumensegel, usw. Es ist in diesem kurzen, runden Kopf einfach kein Platz für alle der Atmung zugehörigen Organe und somit sind die Atemwege innen und außen auf ein Minimum reduziert. Dies kann zu Atemnot und Sauerstoffunterversorgung führen, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt und die Lebenserwartung verkürzt. Manche Möpse können nicht normal schlafen, da sie bei Erschlaffung der Muskulatur im Schlaf die Atmung aussetzen und mit Atemnot erwachen. Ein Tiefschlaf ist undenkbar.
  • Die PDE (Pug Dog Enzephalitis) ist ebenfalls eine Erkrankung, die es auszuschließen gilt. Eine erbliche Autoimmunerkrankung, die sich in einer schweren Entzündung des zentralen Nervensystems äußert. Die Erkrankung mit Orientierungslosigkeit, Krämpfen und Zusammenbrüchen, sowie im Kreis laufen, am Kopf kratzen (Schmerzabbau), völlige Verwirrung und Koma, zittern, stolpern, fallen, äußert ich zwischen dem 6. Lebensmonat bis hin zum 3. Lebensjahr. Der Mops stirbt 3-6 Monate nach dem Auftreten der ersten Symptome.

Um dieser sogenannten Qualzucht entgegen zu wirken, begannen einige Mopszüchter mit der Rückzüchtung zum alten Mopsbild um 1900. Um wieder mehr Stabilität in Muskulatur und Gebäude zu bringen, sowie dem Fang zu mehr Größe zu verhelfen, wurde Parson Jack Russel eingekreuzt und anschließend immer wieder mit einem möglichst gesunden Mops verpaart. Nach 50% und 75% kam der altdeutsche Mops mit 87,5 % Mopsanteil, gesund und sportlich wie sein ursprünglicher Vorfahre.

Mit dem altdeutschen Mops wird Sportlichkeit wieder groß geschrieben, er läuft ohne Atemnot, kann ausgiebig spielen und tief schlafen. Auch für größere Runden am Pferd ist der kleine mobile Kerl nun gut zu haben. In der Zucht sollten die oben genannten Erkrankungen ausgeschlossen werden, über Untersuchungen der Elterntiere und möglicherweise der Vorfahren dieser Linie. Zusätzlich auszuschließen sind HD (Hüftgelenksdysplasie) und ED (Ellenbogengelenksdysplasie).

Unsere Hündin ist gesund und hat alle Untersuchungen mit Bravour bestanden.

  • HD
  • ED
  • Keilwirbel
  • PL
  • Collie Eye Anomalie
  • Retina Dysplasie
  • Persist. Hyperpl.-Tunica Vasc.
  • Grauer Star
  • Progressive Retina Atrophie
  • PDE (Pug Dog Enzephalitis)

Auf Wunsch werden die Untersuchungsergebnisse gerne vorgelegt. Bei Abgabe eines Welpen, werden die Papiere in Kopie mitgegeben.

Mops mit stark verengtem Nasengang

Kopf- und Nasenlänge im Vergleich

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